Die KT88

Die KT88

Lange hat’s gedauert, zwei Anläufe habe ich gebraucht, aber jetzt ist meine Röhrenendstufe mit der KT88 fertig.
Die Endstufe entspricht im Groben dem Bauvorschlag von Mikael Abdellah -> link. Eigentlich ist die Schaltung so einfach, dass auch eine Freiverdrahtung keine größeren Probleme ergeben sollten. Aber Platinen sind nunmal mein Ding, und darum kommen hier auch welche zum Einsatz.

Aufgebaut habe ich das Ganze auf zwei Ebenen, was zunächst auch eine super Idee zu sein schien. Beim Zusammenbauen habe ich dann aber festgestellt, dass die fest in die Rückwand eingebauten Buchsen alles etwas schwieriger machen. Ansonsten hätte man einfach das Sandwich verkabeln können, Rahmen drüber, Deckel drauf und fertig. Eine separate Anschlussplatte, welche am Ende mit der Rückwand verschraubt wird, könnte das Problem lösen.

Auch beim Netzteil musste ich etwas tricksen. Die liegenden Elkos sind so eigentlich nicht vorgesehen. Aber durch den darunter liegenden Trafo wurde der Platz etwas eng.

Alles in allem ein super Projekt, was sich sicherlich lohnt einmal nachzubauen. Eigentlich hätte ich auch gerne an dieser Stelle die Layouts für die Platinen zur Verfügung gestellt, aber meine Tranigkeit bei der Datensicherheit hat zum Verlust dieser Dateien beitragen Das passiert mir aber kein zweites mal. Versprochen!

 

Bye bye KT88

Bye bye KT88

Ich höre jetzt schon eine Zeit lang sehr zufrieden Musik mit meiner KT88. Allerdings hat mir der Aufbau, bzw. die Anordnung der Komponenten, nicht sehr gut gefallen. Daher habe ich alles wieder auseinander gerissen und ein neues Gehäuse gebaut.
Es fehlen nur noch ein paar letzte Bauteile, dann kann es mit dem Verkabeln losgehen.

Ein Folgeprojekt für das alte Gehäuse ist auch schon gefunden. Wäre ansonsten ja auch viel zu schade… 😉

Single Ended KT88

Single Ended KT88

Eigentlich wollte ich ja nur eine kleine Stellprobe machen, um zu sehen ob alles passt und dann die Maße für die Ausschnitte im Deckel nehmen. Ich konnte es mir aber nicht verkneifen das Ganze kurz zu verkabeln und eine kleine Funktionsprüfung durchzuführen. Ich kann euch sagen, das wird was…

Bilderrätsel

Bilderrätsel

Hier ein kleines Bilderrätsel zum kommenden Projekt. Kannst du erkennen was es wird?
Die Teile habe ich schon zusammen und auch der Rahmen für Gehäuse ist fast fertig. Den restlichen Aufbau möchte ich in den kommenden Tagen und Wochen hier dokumentieren.

 

Ein würdiger Nachfolger

Ein würdiger Nachfolger

Die F5 von Nelson Pass  ist ohne Frage eine grandiose Endstufe. Doch die Preisentwicklung der Toshiba-Jfets ist alles andere als erfreulich. Wenn man denn überhaupt noch welche aus einer zuverlässigen Quelle bekommen kann. Daher war die Verlockung groß eine Version mit Bipolartransistoren in der Eingangstore auszuprobieren. In den Tiefen von diyaudio.com habe ich einen Schaltungsvorschlag gefunden, der es wert schien ausprobiert zu werden.

Am ursprünglichen Layout der Platinen waren nur ein paar Änderungen notwendig. Somit war die Grundlage schnell geschaffen. Passende Kühlkörper hatte ich auch noch von einem anderen Projekt übrig. Fehlte nur noch ein Gehäuse. Und das war rückwirkend betrachtet auch ein ziemlicher Schnellschuss. Eigentlich lege ich immer viel Wert auf eine saubere Verkabelung. Dadurch, dass sich das Netzteil aber auf der Bodenplatte befindet und die Endstufe am oben liegenden Kühlkörper und das Ganze ja auch irgendwie zusammengeschraubt werden muss, ist das kaum realisierbar. Aber zum Glück sieht man das am Ende ja nicht und das schlechte Gewissen bekommt auch schon irgendwie beruhigt.

Eine kleine Spielerei habe ich mir bei diesem Projekt auch wieder gegönnt. Die beiden kleinen Platinen, welche auf die eigentliche Endstufen-Platine aufgeschraubt sind, dienen zur Anzeige der Temperatur des Kühlkörpers. Durch eine kleine Transistorschaltung wird eine Duo-Led angesteuert. Im kalten Zustand leuchten die LEDs grün, bei Erwärmung geht die Farbe dann über orange zu rot, wenn die Endstufe die Betriebstemperatur erreicht hat.

Aufbau und Einstellung ähneln exakt dem Original. Mit viel Feingefühl und noch mehr Geduld wird über die beiden Potis der Ruhestrom und das DC-Offset eingestellt. Aufgefallen ist mir dabei, dass die Eingangstransistoren hier deutlich auf leichte Temperaturschwankungen, wie z.B. durch einen Luftzug, reagiert und das mit sich ändernder Gleichspannung am Ausgang quittiert. Hier wäre es vielleicht ratsam die beiden kleinen Transistoren auch thermisch zu verbinden.

Hat man alle Einstellungen vorgenommen, steht einem ersten Hörversuch nichts mehr im Wege. Und das ist durchaus lohnenswert. Der Bass spielt sehr druckvoll und auch die Höhen können überzeugen. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Auch diesen Monat möchte ich wieder einen Platinen-Satz an meine Newsletter-Abonnenten verlosen. Der Gewinner wird in zwei Wochen per Email informiert.

uHu-Amp mit der PCL86

uHu-Amp mit der PCL86

Röhrenverstärker üben sicherlich für jeden Bastler eine gewisse Faszination aus. Allerdings haben mich die doch recht hohen Betriebsspannungen und die zum Teil großen Kosten für die Ausgangsübertrager davon abgehalten selber mal eine Endstufe mit Röhren zu bauen.

Vor langer Zeit jedoch hat jemand mal bei mir angefragt, ob ich nicht mal eine Platine für einen kleinen Amp mit einer PCL86 entwerfen könnte. Das Layout war schnell gemacht, allerdings verlief das Ganze irgendwie im Sande. Bis ich vor kurzem wieder über die Dateien gestolpert bin und mich es doch ganz schön in den Fingern gejuckt hat, das Projekt umzusetzen.

Von vornherein habe ich mir aber vorgenommen, dass der Verstärker nicht mehr als hundert Euro kosten darf, damit der finanzielle Schaden beim Misslingen oder nicht gefallen nicht so groß ist. Außerdem wollte ich gerne Neuteile einsetzen, damit das Ergebnis auch reproduzierbar ist und man nicht über ausgeschlachtete Komponenten rätseln muss. Sicherlich wäre das Ganze durch den einen oder anderen Flohmarktfund  noch günstiger zu realisieren. Aber ich denke, wenn man keine Ahnung davon hat, sollte man lieber klein anfangen.

Natürlich muss man dabei ein paar Kompromisse bei der Wahl der Bauteile machen, um den Preis zu realisieren. Aber in erster Linie ging es mir ja darum die Funktionsweise und die Inbetriebnahme von Röhrenverstärker kennen zu lernen und nicht das maximal audiophile Klangerlebnis herauszuholen.

Da die Schaltung nur wenige Bauteile enthält und der Aufbau dieser auch relativ unspektakulär ist, war die Inbetriebnahme für mich in der Tat auch ein spannender Punkt. Transistorendstufen der verschiedensten Art habe ich schon gebaut und getestet, da weiß ich worauf ich achten muss und was beim Einschalten passieren kann oder auch nicht.

Mit diversen Multimetern versehen, habe ich dann recht angespannt den Netzschalter umgelegt und aufmerksam die Anzeigen beobachtet und auf etwaige Rauchzeichen aus dem Gerät geschaut. Aber die Aufregung war umsonst. Alle Spannungen (250V Anodenspannung, 13,3V für die Heizung) stellten sich wie zuvor grob errechnet ein, es gab keinen Qualm und auch keine komischen Geräusche. Aha, dachte ich mir, beim Transistor kann irgendwie mehr schief gehen.

Da weitere Tests mit Sinusgenerator am Eingang und Oscilloskop am Ausgang ebenfalls positiv verliefen, habe ich kurzerhand einfach mal eine richtige Quelle und Lautsprecher ran gehängt. Und siehe da, es spielt Musik. Und das gar nicht mal schlecht. Zunächst hatte ich noch etwas Probleme mit Brummen, was aber nach einer saubereren Verdrahtung mit Sternmasse schnell behoben war.

Hat man Lautsprecher mit ordentlich Wirkungsgrad zur Verfügung, kann man mit den 3-4 Watt Ausgangsleistung auch recht laut Musik hören. Wobei der Tieftonbereich an meinen Boxen doch recht schlank ist, was ich den relativ günstigen Ausgangsübertragern (nur 15€ das Stück) zuschreibe.

Spannend wird es auch nochmal sein, etwas mit einer Impedanzlinearisierung des Lautsprechers zu spielen und zu sehen, wie sich das klanglich bemerkbar macht.

So oder so macht der Verstärker aber jetzt schon viel Spaß, zumal der Lerneffekt für mich sehr groß ist. Die Schaltung lädt formlich zum Spielen und Ausprobieren ein und hat mich zumindest dazu bewogen, in Zukunft auch mal eine bessere Endstufe, mit entsprechenden Übertragern und den damit verbunden Kosten, in Angriff zu nehmen. Es scheint sich echt zu lohnen.

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