Wie versprochen kommt hier der zusätzliche Artikel über den Hepos. Darin möchte ich genre etwas näher auf die Änderungen und die richtige Einstellung eingehen.

Eine große offensichtliche Änderung bei der neuen Platine ist die Verwendung von 2W-Widerständen anstatt der parallel geschalteten, kleineren Typen. Damit kommt dann auch eine eher ungewollte Änderung einher. Ursprünglich war ein Kathodenwiderstand von 7,5kOhm für die zweite Triodenhälfte vorgesehen. So ein Wert war beim Händler des Vertrauens nicht zu bekommen. Deswegen habe ich kurzerhand den nächst kleineren Wert von 6,8kOhm eingesetzt. Dadurch steigt der Strom etwas an, liegt mit ca. 7mA aber noch voll im Rahmen.

Eine weitere kleine Modifikation habe ich am Kathodenwiderstand der Eingangstriodenhälfte vorgenommen. Damit die Anodenspannung ca. auf der halben Betriebsspannung liegt, war es nötig den Kathodenwiderstand etwas zu verringern. Dadurch steigt auch hier der Strom etwas an und es fällt mehr Spannung am Anodenwiderstand ab. Man kann den benötigten Widerstandswert auch annäherungsweise mit folgender Formel berechnen:

Rk = (Ra – rp) / (mu + 1)

In der Praxis passt der errechnete Wert aber nicht immer hundertprozentig, und so bin ich durch ausprobieren bei 220Ohm gelandet. Damit pendelt sich die Spannung an der Anode bei ca. 47V ein. Bei der von mir verwendeten Betriebsspannung von 95V ist das ein sehr gutes Ergebnis.

Einige werden sich jetzt vielleicht Fragen: Warum 95V und nicht 85V? Das liegt zum Einen daran, dass ich keine anderen Widerstände zur Anpassung der Spannung auf dem HV-Board da hatte und später dann schlichtweg zu faul war das noch einmal zu ändern. Aber wie schon damals in der Klang und Ton geschrieben wurde, tun ein paar Volt mehr der Sache keinen Abbruch.

Nicht zu faul war ich, als es darum ging dem Hepos ein paar Messwerte zu entlocken.
Alle Messungen wurden bei 1V am Ausgang gemacht. Ich denke sowohl der Frequenzgang, als auch das Klirrspektrum, weisen keine Auffälligkeiten auf und können sich durchaus sehen lassen.

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