Dieser Vorverstärker ist mein Vorverstärker für jeden Tag. Wenn mal nichts mehr funktioniert, auf meinen BA3 kann ich mich immer verlassen. 

 

Das Design ist geradlinig und funktioniert sehr zuverlässig. Die Schaltung arbeitet in reinem Class-A Betrieb mit einem Ruhestrom von ca. 50mA. Mit einer  amtlichen Kühlung sind auch durchaus höhere Ruheströme möglich.

Zur Spannungsversorgung kommen meine Universal-Netzeile zum Einsatz. Ich habe zwei davon eingesetzt, um einen Dual-Mono-Aufbau zu realisieren. Die Spannung ist auf +-18V eingestellt und die Konstantstromquellen sind für 100mA pro symmetrischer Spannung konfiguriert.

Die Platine

Ein kleiner Fauxpas ist mir beim Layout der Platine unterlaufen. Bei den Potis für die Einstellung des Klirrverhaltens hatte ich Spindeltrimmer vorgesehen. Die  sind aber an dieser Stelle eher unpraktisch, da man die Position des Schleifers nicht ablesen kann. Aber durch Glück im Unglück passen die kleinen 6mm Potis zufällig auf die Platine, wenn man den Vorverstärker unsymmetrisch betreibt. Damit ist es dann leichter einen Wert für beide Kanäle einzustellen und kann besser damit herumspielen.

Das Gehäuse

Das Gehäuse besteht aus einem Rahmen aus MDF mit einer soliden Alu-Platte als Boden. Der Deckel ist ein Ersatzteil von einem Modushop-Gehäuse. Unglücklicherweise hatte ich beim Bau der Gehäuse einen Lauf und habe gleich mehrere davon auf einmal gefertigt. Unglücklich deswegen, weil es sich beim BA3 angeboten hätte den Vorverstärker in  der Mitte, flankiert von den Universal-Netzteilen jeweils rechts und links, anzuordnen. Da waren die Löcher für die Buchsen und den Lautstärkeregler aber schon gebohrt. Dennoch denke ich, ist der Aufbau auch so recht gut gelungen.

Der Klang

Für beste Resultate beim Klang habe ich die schwer auftreibbaren Jfets 2SK170 und 2SJ74 im Eingangsbereich eingesetzt. Zusätzlich habe ich mir noch die Transistoren 2SK2013 und 2SJ303 besorgt. Das verbesserte den Klang  um einiges und ist jeden Cent wert.
Insgesamt kann man den Klang meines Aufbaus eher in die Richtung "soft" beschreiben, dadurch wird gerade das Hören über einen längeren Zeitraum sehr angenehm. Sicherlich gibt es Vorverstärker, die oben herum etwas spritziger spielen, dennoch fehlt es dem BA3 keinen Deut an Auflösung.

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